| die Fruchtblätter,
den weiblichen Fortpflanzungsorgane der Blüte, zusammengeschlossen
und strecken sich erst bei der weiteren Entwicklung der Blüte.
Die Anzahl der Fruchtblätter einer Blüte
schwankt zwischen drei und zehn. Die Blüte von Helleborus ist
vorweiblich, was bedeutet, dass die weiblichen
Fortpflanzungsorgane innerhalb einer Blüte (Fruchtblätter)
vor den männlichen Fortpflanzungsorganen (Staubblätter)
reif sind. Hierdurch wird die Fremdbestäubung gefördert,
wobei Helleborus aber durchweg selbstfertil ist.
Die Blütenfarbe bei Helleborus reicht von
Grüntönen über Weiß und Gelb bis hin zu Rosa
und Rot. Der Blütenduft ist unter den Helleborusarten
nur sehr gering ausgeprägt. H. odorus stellt hier eine Ausnahme
mit ihrem Duft dar,(odorare, lateinisch=duften, riechen), dem sie
auch ihren Namen verdankt. Ausserdem wird auch bei der erst kürzlich
beschriebenen Art H. liguricus ein angenehmer Duft der Blüten
erwähnt.
Frucht:
Der Fruchtstand von Helleborus besteht aus genauso
vielen Balgfrüchten, wie zuvor Fruchtknoten
befruchtet wurden. Die Nektarien und Staubblätter haben nach
der Befruchtung ihren Zweck erfüllt und fallen im weiteren
Verlauf der Samenentwicklung ab.
Die Sepalen vergrünen, bleiben dem Fruchtstand aber bis zur
Samenreife erhalten. Abhängig von der Art können die Balgfrüchte
im unteren Teil miteinander verwachsen sein.
Sobald die Samen reif sind, platzt jede Balgfrucht von oben nach
unten auf und gibt die darin befindlichen Samen frei.
Samen:
Die Samen von Helleborus sind an den beiden Rändern des geöffneten
Fruchtblattes angewachsen. Die meisten Arten besitzen glänzend
schwarze Samen, die länglich bis bohnenförmig
sind. Sobald die Samenschale eingetrocknet ist, verfärben sich
die Samen stumpf braun oder schwarz. Ihre Anzahl
schwankt zwischen zehn und zwanzig pro Kapsel.
Jedoch gibt es auch Unterschiede zwischen den verschiedenen Arten.
So befinden sich bei H. vesicarius meist nur ein bis zwei Samen
in einer Balgfrucht.
In jedem Samen befindet sich umgeben von dem Nährgewebe,
dem Endosperm, der Embryo. |